Robicomb Pro
Laus-weg System
Laus-weg Shampoo
Laus-weg Set
Laus-weg Spray

Presseartikel zu Bekämpfungsmethoden, Resistenzen usw., teilweise in Englisch

 

 

Warnung vor Läuse-Shampoo


Die Gesundheitsbehörde warnt vor der Anwendung des Läuse-Shampoos GO-Laus des Schweizer Herstellers PM Consumer Products AG. Grund sei der mit 38,4 Prozent bedenklich hohe Anteil an Triethanolamin, das beispielsweise durch eine Reaktion mit Stickoxiden aus der Luft den krebserregenden Schadstoff Nitrosamin bilden könne.

vas, Hamburger Abendblatt vom 31. Juli 2007

 

 

Robi Comb Pro ®, der elektrische Stuhl für Läuse


Mit dem Nissenkamm alleine lassen sich Läuse nicht immer zuverlässig bekämpfen (Erfolgsrate 50 bis 60 Prozent). Mit dem elektrischen Läusekamm Robi Comb Pro ® (zu beziehen über www.liceguard.de für 45,00 € plus Versandkosten) gelingt das jetzt leichter.

Der Robi Comb Pro ® ist eine in Deutschland noch relativ neue Methode zur Kopflausbekämpfung, die ganz ohne Chemie auskommt. Das Gerät wird mit einer handelsüblichen Batterie betrieben und wie ein normaler Nissenkamm verwendet. Die Zinken des Robi Comb Pro ® bestehen aus Edelstahl.

Bleibt eine Laus zwischen zwei Zinken hängen, wird sie durch einen schwachen elektrischen Strom geötet (ungefährlich für den Menschen, wichtig: Anwendung nur im trockenen Haar!). Gleichzeitig stoppt der gleichmäßige Summton des elektrischen Kammes kurz, wodurch die Entdeckung einer Laus hörbar wird.

Der elektrische Läusekamm sollte bei akutem Kopflausbefall zwei Wochen lang täglich benutzt werden, um auch neu geschlüpfte oder neu übertragene Läuse zu entfernen. Am besten werden alle Familienmitglieder damit behandelt.

Das Gerät kann auch vorbeugend einmal in der Woche benutzt werden. Der Robi Comb Pro ® wird in den USA gerne von Schulschwestern eingesetzt, um Kopflausbefall bei den Schülern zu entdecken, wird aber nicht offiziell empfohlen. Auch in Deutschland gibt es keine offizielle Empfehlung dafür. Nach einer im Medical Entomology Centre in England durchgeführten Untersuchung ist das Gerät effektiv in der Abtötung von Läusen und Larven. In einer israelischen Studie mit Kindern im Alter von drei bis 13 Jahren konnte der Kamm bei knapp neun von zehn Kindern alle Kopfläuse abtöten.            

Dr. Andrea Schmelz , Gesundheit und Erziehung für mein Kind vom 15.06.2007

 

Bekämpfungsmethoden, auf die Sie verzichten können   

Eine halbstündige Behandlung unter der Trockenhaube bei 60 °C: tötet zwar Läuse und Eier ab, kann aber bereits Schäden an der Kopfhaut Ihres Kindes hervorrufen, außerdem werden die Läuse durch die Hitze beißwütig und versuchen zu fliehen.

Alleinige Anwendung des Nissenkamms: kann bei sehr feinem Haar trotz Überziehen einer Mullbinde wirkungslos sein.

Insektizidhaltige Sprays wie Jacutin® N Spray: die im Sprühnebel enthaltenen Insektizide werden besonders gut über die Lunge aufgenommen.

Fünfprozentiger Haushaltsessig 1:1 mit Wasser vermischt: muss für mindestens acht Tage täglich angewendet werden und jeweils eine Stunde einwirken, ist trotzdem recht unsicher in der Wirkung und brennt bei Kratzstellen auf der Kopfhaut.

Sauna: Kinder halten es selten 20 Minuten in einer 90 °C heißen Sauna aus.

Teebaumöl: führt nicht selten zu Allergien und ist in der Wirksamkeit umstritten.

Desinfektion von Kissen oder Polstermöbeln: nicht erforderlich, Staubsaugen genügt.

Linktipp: www. Elternwissen.com


 


Kopfläuse formieren sich zum Gegenangriff

80 Prozent der Parasiten gegen herkömmlichen Wirkstoff resistent.


Einer Studie britischer Forscher zufolge ist ein Großteil der Kopfläuse bereits gegen den herkömmlichen Wirkstoff namens Pyrethroid immun. Bei rund 3.000 untersuchten Schülern in Wales konnten die Wissenschaftler bei mehr als 80 Prozent der Fälle Resistenzen nachweisen. Im Abschlussbericht der Untersuchung bemerkte das Team, dass dieses Problem wahrscheinlich auch in anderen Regionen zu erwarten sei, berichtet die Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins New Scientist http://www.newscientist.com .

Im Prinzip sind die Läuse, die sich auf der Kopfhaut einnisten und die nachgewiesen bereits seit Jahrmillionen die Menschen plagen, in den gemäßigten Klimazonen nicht gefährlich - außer bei jenen, die eine Immunreaktion auf die Plagegeister entwickeln. Im Durchschnitt finden sich in der Kopfhaut eines infizierten Kindes zwischen zehn und 100 Tiere. Bisher war es mit Insektiziden, wie etwa den Pyrethroiden, das ursprünglich aus den Blüten von verschiedenen Chrysanthemen-Arten gewonnen wurde oder Organophosphat-Verbindungen möglich, gegen die Läuse erfolgreich vorzugehen.

Pyrethroide wird in den Tropen auch häufig als Insektizid gegen Stechmücken verwendet, da es das Nervensystem der Insekten zerstört. Nach Vermutungen, dass der Wirkstoff nun plötzlich nicht mehr wirksam sein sollte, hat das Forscherteam um Janet Hemingway von der Liverpool School of Tropical Medicine, die breit angelegte Studie in mehr als 30 Schulen in ganz Wales, begonnen. Tatsächlich konnten die Wissenschaftler die Resistenzen bestätigen.

Doch damit nicht genug: Auch aus Israel wurden solche Resistenzen gegen Pyrethroide gemeldet. Tatsächlich konnte eine DNA-Analyse der Forscher zeigen, dass es in Wales zwei verschiedene Arten von Kopfläusen gibt - dabei waren mit 82 Prozent jene, die Resistenzen gegen das Insektizid entwickelt haben, deutlich in der Mehrzahl.

Kopfläuse Pediculus humanus werden zwischen 2,5 und 3,5 Millimeter groß. Sie sind mit bloßem Auge zu erkennen. Dadurch, dass die Tiere so schnell sind, werden sie häufig nicht erkannt. Anders verhält es sich allerdings bei den Eiern der Läuse. Die zwei bis sechs Eier werden an den Haaransätzen in so genannten Nissen festgemacht. Die Larven schlüpfen nach etwa einer Woche und die leeren Nissen wachsen mit den Haaren nach oben aus. Sind die Nissen einige Zentimeter von der Kopfhaut entfernt, sind sie längst von ihren Bewohnern verlassen. Der gesamte Zyklus von Ei zum Ei der nächsten Generation beträgt zwischen 18 und 21 Tagen. Je wärmer es ist, desto schneller läuft die Entwicklung ab.

Innovations-Report, 16.06.2006
 

 

Das Laus-Cape ® wirkt vorbeugend gegen Kopfläuse
 

Silvia Croes von der Firma  Jems in den Niederlanden hat vor kurzem ein patentamtlich geschütztes Produkt auf den Markt gebracht: das Laus-Cape.

Das Laus-Cape ® ist ein sehr wirksames Mittel, das Jacken und Mäntel gegen das Überwandern von Läusen schützt. Kurz nach der Einführung ist das Läusezelt in Holland und Deutschland bereits ein grosser Erfolg.

Erfindungen sind meistens genial einfach. Die Briefklammer, der Notizblock, der Flaschenöffner - komplizierte Gebrauchsgegenstände sind das alles nicht – wichtig und nützlich, ja unentbehrlich sind sie dennoch.

Schulen haben oft zu kämpfen mit dem Läuseproblem und Silvia Croes´ eigenes Kind hatte 1999 einen Kopflausbefall. Es ist allgemein bekannt, dass die Ausbreitung von Kopfläusen in vielen Fällen am Garderobeständer in der Schule oder im Kindergarten anfängt.  Jacken und Mäntel hängen meistens dicht an dicht am Garderobeständer und die Gefahr ist dadurch gross, dass die Läuse zu den Kleidern des Nachbarn „überlaufen“.

Kopfläuse können nicht fliegen oder springen. Der übliche "Krabbel-Weg" wird nun mit dem Laus-Cape ® abgesperrt. In dem Überzug aus Nylon kommt die Jacke nicht mehr mit anderen Jacken in Berührung und ist somit vor überwandernden Läusen geschützt, die sich möglicherweise in anderen Jacken eingenistet haben.

Zunächst hatte Silvia Croes einen Überzug mit einem Aufhängehaken aus Metall entwickelt. Aber aus Sicherheitsgründen besitzt das Laus-Cape mittlerweile einen Haken aus Stoff. Das Läuse-Cape ® ist aus blauem Nylon und kann schnell über die Jacke geschoben werden. Es kann leicht mit der mitgelieferten Schnur zugeknöpft werden, um es dann am Garderobenständer aufzuhängen. Auf dem glatten Material, aus dem der Überzug hergestellt ist, haben die unwillkommenen Gäste keinen Halt und somit auch keine Chance, sich im Überzug einzunisten bzw. diesen zur Überwanderung zu nutzen.

Mit dem Laus-Cape ® gehören zusammengedrängte, nasse Jacken in zu kleinen Plastiktaschen der Vergangenheit an. Das Cape bietet auch richtig nassen Jacken ausreichendem Raum zum Entlüften und damit zum schnellen Trocknen. Jeder Überzug hat eine durchsichtige Einschiebetasche für ein Namenschild, damit der Besitzer seine Jacke mühelos wieder finden kann. In zwei praktischen Taschen können Handschuhe o.ä. aufbewahrt werden.

An verschiedenen Grundschulen in Deutschland ist das Läusezelt bereits mit Erfolg getestet worden.

Newswire, 05/2006
    

                   


Läuse im Anmarsch


Hochsaison: Die lästigen Parasiten auf den Köpfen. Das ist typisch für diese Jahreszeit: "Kopflaus-Alarm" in vielen Kindergärten und Schulen. Die Plagegeister übertragen zwar keine Krankheiten. Doch an den Bißstellen entsteht ein unangenehmer Juckreiz. Dabei sind diese Insekten gut zu bekämpfen.
Von Christoph Rind

Alle zwei bis drei Stunden hält es die Kopflaus vor Hunger nicht mehr aus: Dann muß sie sich mit frischem Blut versorgen. Dafür sucht sich das zwei bis dreieinhalb Millimeter lange Tierchen am liebsten eine versteckte Hautstelle am menschlichen Nacken aus, auch an den Schläfen oder hinter dem Ohr. Dort sticht sie ihren Mini-Rüssel hinein, und in wenigen Sekunden wechselt ihr Vampirgrau in ein gesundes Braunrot.

Erst wenn der Speichel, den sie in der Bißwunde hinterläßt, einen Juckreiz auslöst, merkt "ihr" Mensch, daß etwas nicht stimmt. Wenn Sie jetzt beim Lesen dieser Zeilen ein kratzendes Gefühl am Kopf verspüren, muß das noch nichts heißen. Sollte dieses Gefühl allerdings auf Dauer lästig werden oder sollten sich eitrig entzündete Kratzwunden bilden, dann könnte es sein, daß sich Kopfläuse bei Ihnen eingenistet haben.

Kopfläuse zu haben, muß niemandem peinlich sein. "Das ist kein Zeichen mangelnder Hygiene", sagt Dr. Udo Sellenschlo, Fachberater für Schädlingsbekämpfung im Hygiene-Institut Hamburg, einer Einrichtung der Gesundheitsbehörde. Daß es meist Kinder im Schul- oder Kindergartenalter sind, bei denen die lästigen Kopfläuse auffallen, liegt lediglich daran, daß Kinder sich im Umgang miteinander einfach näherkommen als Erwachsene. Auch eng nebeneinander hängende Mäntel oder Mützen können eine sprunghafte Verbreitung der Läuse fördern. So gibt es in den winterlichen Wochen gehäuft "Läusealarm" in Hamburger Einrichtungen. Und viele Eltern fragen sich genervt: Wo kommen auf einmal die Kopfläuse her?

Dabei sind die flügellosen Insekten mit dem wissenschaftlichen Namen "Pediculus humanus capitis", eine Unterart der Menschenlaus, das ganze Jahr über unterwegs. Doch wenn es draußen kühl wird, haben sie es leichter, sich zu vermehren. "Kalte Zeiten sind lausige Zeiten", sagt Schädlings-Experte Sellenschlo.

Auf dem menschlichen Kopf finden die Läuse ideale Lebensbedingungen. Bei 28 Grad fühlen sie sich am wohlsten. Dann legt das geschlechtsreife Kopflaus-Weibchen bis zu vier Eier täglich, die sie an ein Haar nahe dessen Wurzel klebt, manchmal aufgereiht wie eine Perlenkette.

Diese Eier - oder auch Nissen - sind nur knapp einen Millimeter lang. Sie lassen sich von einem normalen Kamm oder durch tägliche Haarwäsche nicht stören. Nach acht Tagen schlüpft aus ihnen eine Larve. Diese häutet sich dreimal und sorgt bereits nach weiteren knapp zwei Wochen selbst für Nachkommen. Die Lebensdauer der Weibchen von gut einem Monat reicht gewöhnlich aus, um bis zu 100 Nachkommen in die Welt zu setzen. Den Männchen ist dagegen nur eine Lebenszeit von 15 Tagen gegönnt.

Krankheiten übertragen die lästigen Tierchen gewöhnlich nicht. Nur ganz selten kann es zu eitrigen Ausschlägen kommen oder zu einer Schwellung der Lymphknoten, die dann ein Arzt behandeln muß.

"Läusebefall ist nicht meldepflichtig", sagt Sellenschlo. Deshalb gibt es auch keine Statistik, die Aufschluß über die Verbreitung der Kopfläuse gibt. Ihre Bekämpfung ist einfach (siehe Text unten), "aber sie muß konsequent durchgeführt werden", sagt Sellenschlo. Spezial-Haarwaschmittel gegen Läusebefall gibt es rezeptfrei in der Apotheke.

Bei der Bekämpfung werden denn auch die meisten Fehler gemacht. Wenn in einer Familie bei einem Kind Kopfläuse auftreten, "sollten alle Familienmitglieder ganz genau auf Läuse kontrolliert werden", rät der Experte. Auch nach der Behandlung mit einem Spezialmittel sei es wichtig, noch eine Woche lang täglich die Haare nach Läusen und Nissen abzusuchen. Denn wenn nur ein einzelnes Exemplar übersehen wird, kann sich aus ihm die nächste Generation entwickeln. Auch nach einer Behandlung mit einem Läusemittel bleiben die Nissen meist in den Haaren. Aber nur die lebensfähigen Eier können einen neuen Befall auslösen. Mit einer starken Lampe und einer Lupe ist der Zustand der Nissen zu erkennen. Abgetötete verfärben sich nach zwei bis drei Tagen ins Bräunliche und werden dann schwarzbraun. Leere Nissen sind weißsilbrig. Nur solche, die weißlich bis grautrüb aussehen, können noch lebensfähig sein.

Deshalb sollte man zusätzlich zu der Behandlung mit einem Läusemittel alle Haare sorgfältig mit einem Nissenkamm auskämmen. Der hat sehr eng stehende, abgerundete Zähne aus Metall und erfaßt im Gegensatz zu einem normalen Kamm die kleinen Tierchen.

Wer sich das nicht zutraut, kann in Hamburg auch auf die städtischen Fachleute des Instituts für Hygiene und Umwelt vertrauen (Marckmannstraße 129a, Rothenburgsort). Hier werden die Haare mit einem Läusemittel behandelt, das eine dreiviertel Stunde einwirken muß. Dann wird trocken gefönt, und der Fall ist erledigt. Sellenschlo: "Wir verstehen unser Handwerk."

Hamburger Abendblatt vom 17. Dezember 2005

 

 

Läuse mögen keinen Essig


Schwangere können Kopfläuse mit Essig bekämpfen. Während viele Anti-Laus-Mittel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden dürfen, sei Essigwasser ungefährlich und wirksam, so die "«Ärzte-Zeitung". Das Gemisch aus einem Liter Wasser und drei Esslöffel Essig töte Läuse und Nissen zwar nicht, erleichtere aber das Herauskämmen.

dpa

 

 

Kopflausentfernung: Kämmen von nassen Haaren möglicherweise effektiver als Insektizide

Ein sorgfältiges Auskämmen von nassem Haar mit einem speziellen feinzähnigen Kamm ist zur Eliminierung von Kopfläusen offenbar wirkungsvoller als derzeit rezeptfrei erhältliche chemische Produkte.

Diese Ansicht vertreten Nigel Hill vom Department of Infectious and Tropical Diseases, London School of Hygiene and Tropical Medicine, und Kollegen im British Medical Journal (Online Publikation 5.8.2005). Kopfläuse befallen meistens Kinder im Schulalter...

Deutsches Ärzteblatt, 05.08.2005

 

 

Nasses Durchkämmen hilft am besten gegen Läuse
 

“Bug Busting“ effektiver als Insektizide aus der Apotheke!

London (pte/05.08.2005/13:15) - Das genaue Durchkämmen des nassen Haares ist gegen Kopfläuse viel wirksamer als Lotionen auf chemischer Basis. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine http://www.lshtm.ac.uk gekommen. Personen, die dieses Verfahren anwendeten wurden ihre Läuse vier Mal eher los als jene, die Insektizide benutzten. Kopfläuse haben laut BBC eine Resistenz gegen die normalerweise in Apotheken verkauften Produkte entwickelt. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlicht.


Kopfläuse leben nahe an der Kopfhaut, wo Wärme, Nahrung und Schutz vorhanden sind. Sie können weder springen noch hüpfen. Sie verbreiten sich über den Kontakt von Köpfen. Die Vermehrung erfolgt über Eier, die am Haar kleben. Werden die erwachsenen Läuse vom Kopf entfernt, können sie nicht mehr als 24 Stunden überleben. Durch das Durchkämmen des nassen Haares werden die erwachsenen Läuse entfernt und so das Legen weiterer Eier verhindert. Dieses Vorgehen sollte in der Folge einen weiteren Befall verhindern. Lotionen töten die erwachsenen Läuse und die ungeschlüpften Eier ab. Keine der beiden Behandlungsformen ist immer zu 100 Prozent wirksam.

Das Team um Nigel Hill ersuchte die Eltern von 126 Kindern im Alter von zwei bis 15 Jahren, entweder Insektizide aus der Apotheke oder das "Bug Busting" genannte Kämmen einzusetzen. Beide Verfahren wurden nach dem Waschen der Haare mit einem normalen Shampoo eingesetzt. Insgesamt wurden 56 Kinder mittels Bug Busting behandelt und 70 mit normalen Entlausungsmitteln. Zwei bis vier Tage nach Beendigung der Behandlung wurde ihr Erfolg überprüft. Die Erfolgsrate war beim Kämmen mit 57 Prozent deutlich höher als die von der zweiten Gruppe erzielten 13 Prozent. Wie von den Herstellern empfohlen, wurde nur eine Dosis der Insektizide verwendet. In Großbritannien raten Experten generell zu einer zweiten Behandlung rund eine Woche nach der ersten. Eine frühere Studie ergab, dass dieses Vorgehen die Erfolgsrate auf rund 80 Prozent erhöhte.

Ärzte online, Schweiz 05.08.2005

 

 


Sommerungeziefer Kopflaus
 

Die Kopflaus liebt die Wärme! Im Hochsommer und Frühherbst wird der Mensch häufiger von Läusen befallen als zu den anderen Jahreszeiten, erläutert Qualimedic-Expertin Dr. med. Jessica Männel.

Da die Entwicklungsdauer dieser Parasiten temperaturabhängig ist, vermehren sie sich bei warmer Witterung und entsprechender Luftfeuchtigkeit unter Umständen sogar doppelt so schnell wie in den kälteren Monaten. Das erste Anzeichen für einen Kopflausbefall ist meist ein ungewöhnlich starker Juckreiz. Jetzt wird es höchste Zeit, das Haar einmal genauer untersuchen zu lassen, betont Doktor Jessica Männel. Hierzu scheitelt man das Haar mit einem so genannten Läuse-Kamm Strich für Strich auseinander.

Besonders gründlich sind die Haare in der Schläfen-, Ohren und Nackengegend zu untersuchen. Vor allem bei längerem Haar herrscht hier die optimale Temperatur zur Eiablage. Häufiger als die Läuse selbst, findet der Betroffene die Eier (Nissen).

Sie sind mit dem Auge als kleine Punkte sichtbar und kleben besonders in der Nähe der Haarwurzel an den Haaren fest. Lebende Nissen lassen sich nicht so einfach entfernen. Erkennen kann man sie an der weißlich, silbriggrauen bis gelblich glänzenden Farbe, tote Nissen haben hingegen eine bräunliche Farbe und sind leichter zu beseitigen, so die Qualimedic-Expertin.

Die Kopflaus ist 2 bis 3,5 mm lang und von grauer bis rötlicher Farbe. Sie hat drei Paar sehr kräftige, mit Krallen versehene Beine. Da Läuse bis zu 2 bis 3 Mal in der Stunde das Blut ihrer Wirte als Nahrung saugen müssen, sind sie nicht in der Lage, längere Fastenzeiten zu überleben.

Die schmerzlosen Stiche führen zu Rötungen und Schwellungen. Der beim Stich übertragene Speichel führt zum Juckreiz (Puritus). Das Kratzen kann die Wunden vergrößern, wodurch wiederum Bakterien und Pilze in der Haut sich vermehren können, was dann zur Schwellung von Lymphknoten im Halsbereich und Nacken führt, erklärt Doktor Jessica Männel.

Gelenkgesunder Sport, 18.07.2005

 

 


Resistenzen gegen Läusemittel

Trotz glaubhaft korrekter Anwendung des Pyrethroid-haltigen Läusemittels "GOLDGEIST FORTE" (Pyrethrum + Piperonylbutoxid) werden mehrere Patienten einer Kinderarztpraxis nicht von den lästigen Parasiten befreit (NETZWERK-Bericht 10.292).

Auch eine Allgemeinmedizinerin blieb bei der Behandlung ihrer Tochter mit dem ebenfalls Pyrethroide enthaltenden JACUTIN N Spray (Allethrin + Piperonylbutoxid) erfolglos.

„Trotz reichlicher und sorgfältiger Verteilung im Haar” findet sie noch Stunden später „quicklebendige Läuse”. Kopfläuse können gegen Insektizide wie Pyrethroide oder Lindan (QUELLADA H u.a.) resistent werden. In Großbritannien ist dies verbreitet und offenbar auch amtlich dokumentiert  (Drug Ther. Bull. 1998; 36: 45-6).

Die Datenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte spiegelt „nicht wider, dass in Deutschland häufig resistente Stämme auftreten” (BfArM: Schreiben vom 26. Okt. 1999).

Möglicherweise reichen die von den Herstellern angegebenen Einwirkzeiten (QUELLADA Shampoo: 4 Minuten; GOLDGEIST FORTE Lösung, JACUTIN N Spray: 30 Minuten) in der Praxis nicht aus, um Läuse und Nissen zuverlässig abzutöten. Auch allergischer Juckreiz nach erfolgreicher Behandlung sowie Reinfektion sind in Betracht zu ziehen.

a r z n e i - t  e l e g r a m m 2000; Jg. 31, Nr. 2

 

 

WAL-MART NAMES 3 CHEMICALS IT WANTS SUPPLIERS TO ELIMINATE

BENTONVILLE — Wal-Mart Stores Inc., the world’s largest retailer, took a step Monday to be more environmentally friendly when it singled out threecommercial chemicals it wants phased out among its suppliers.Companies will have the option to not take part in the program, butWal-Mart says it will reward firms that find alternatives to the compounds.

“One of our environmental goals at Wal-Mart is to sell products that sustain our resources and our environment,” Wal-Mart senior vice president and general merchandise manager John Westling said in a news release. Westling said 17 chemicals will be added to the list in the coming two years.


Wal-Mart says it will use a three-phase process to involve its suppliers.

The first will give a vendor time to notify Wal-Mart about its uses of the chemicals in question. The second will be for the supplier to inform Wal-Mart about its plans for the chemicals and the third would be for “recognition and reward” for participating suppliers.       

Published on October 31st, 2006  Copyright © 2006, Arkansas Democrat-Gazette, Inc.

 

 

                                                                                               

Researchers Find Children Exposed to Pyrethroid Insecticides in the Home
(Beyond Pesticides, September 6, 2006)

According to researchers at Emory University and the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), residential pesticide use represents the most important risk factor for children's exposure to pyrethroid insecticides. The study, A Longitudinal Approach to Assessing Urban and Suburban Children's Exposure to Pyrethroid Pesticides, is published in the September 2006 issue of Environmental Health Perspectives (Vol. 114, No. 9).

The results are part of a larger study examining the impacts of dietary and residential exposure of children to organophosphate (OP) and synthetic pyrethroid pesticides. With the phaseout of most residential uses of the common OP insecticides, chlorpyrifos and diazinon, home use of pyrethroids has increased. Pesticide products containing synthetic pyrethroids are often described by pest control operators and community mosquito management bureaus as “safe as chrysanthemum flowers.” While pyrethroids are a synthetic version of an extract from the chyrsanthemum plant, they were chemically engineered to be more toxic, take longer to breakdown, and are often formulated with synergists, increasing potency and compromising the human body’s ability to detoxify the pesticide. Pyrethroids may affect neurological development, disrupt hormones, induce cancer, and suppress the immune system.

The authors conducted a longitudinal study to assess the exposure of 23 elementary school–age children to pyrethroid pesticides, using urinary pyrethroid metabolites as exposure biomarkers. The 15-consecutive-day sampling period was divided into three phases. During phase 1 (days 1–3) and phase 3 (days 9–15), children consumed their normal conventional diets. During phase 2 (days 4–8), organic food items, including fresh fruits and vegetables, juices, processed fruit or vegetables (e.g., salsa), and wheat- or corn-based items (e.g., pasta, cereal, popcorn, or chips), were substituted for the children's conventional diet. These food items are routinely reported to contain pesticide residues by the U.S. Department of Agriculture (USDA). During the 15 days, urine samples were analyzed for five common pyrethroid metabolites. The researchers also surveyed the children's parents for residential pesticide use. Comparing metabolites between dietary phases, the researchers saw no apparent trend. However, seven children in families that reported using pyrethroid pesticides had significantly higher metabolite levels than the other children.

Furthermore, children's ages appear to be significantly associated with pyrethroid exposure, which is likely attributed to the use of pyrethroids around the premises or in the facilities where older children engaged in outdoor activities. The researchers conclude that an organic diet alone is unlikely to dramatically decrease a child's exposure to pyrethroids the way it does exposure to OP pesticides. Limiting residential use of pyrethroids and preventing children's contact with treated areas are essential in reducing children's exposure to these harmful pesticides.

Daily News Archive
September 6, 2006          

 

 

Goodwill to men, hatred to nits

 

As we sat around the dining-room table, sun streamed through the window and the lights flickered on our Christmas tree. My two oldest daughters and I listened as my husband read a surprising twist in Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, as our youngest, an 18-month-old, napped peacefully.

It was an idyllic holiday moment, or it would have been had it not been for the lice comb in my hand, the unmistakable scent of tea-tree oil in the air, and the dozens of dead lice floating in a water-filled yogurt container at my side.

It was Day Three of our first-ever louse crisis, the Harry Potter reading meant to distract us all from the relentless nit-picking, hair washing and laundry.

We had joined the 6,000 other Montreal families who every year deal with lice, tiny brown parasites that invade heads, bite and suck blood up to five times a day and lay dozens of eggs (known as nits) that hatch seven days later, continuing the cycle.

It was a parental rite of passage, our sheepish references to the infestation to other parents inevitably prompting their own horror stories. It was a relief to learn so many had gone through it before.

They may be more nuisance than dangerous, but discovering lice on three people in our family put a damper on our Christmas holidays.

It started Boxing Day. One of the kids said her head was very itchy. Since we had gotten a lice notice from her school two weeks earlier, my heart sank.

For five years we've kept lice at bay, insisting our girls wear their long hair in braids or ponytails at school, and diligently checking scalps after every school lice notice.

I had inspected my daughter's head for two days after the latest alert but I had clearly missed something. I parted her hair and there it was: an itsy-bitsy nit.

 The next day, a family friend who does lice checks at an elementary school, made a house call. It was confirmed - two of the kids had lice. Our next step: pick up a lice shampoo (insecticide for heads; so much for my environmentally-friendly Christmas) and rev up the washing machine.

All the bedding had to be washed and dried at high temperatures to kill lice and nits. Same with hats, coat hoods and anything else that had touched their heads. We did 30 loads of laundry in five days.

The vacuum cleaner was in overdrive, in case lice or nits were on mattresses, chairs, couches and car seats. We did all the carpets and all the floors.

The most time-consuming part was picking through hair. On Day One, the shampoo killed live bugs -- a dozen on one kid, and one on the other; I pulled off as many nits as I could find, a job that took four hours.
If I wasn't so squeamish, maybe I could make some money at this -- in some cities a professional will delouse your kids for $50 an hour.

A friend told us we'd find fewer nits each day. So on Day Two I started keeping a tally, expecting to find 10, maybe 20. By the time I was finished with one child, three hours later, I had found 141 nits. Argh. Then, my friend found lice on me. Double argh.

I warned a neighbour since our kids play together. A lice veteran, he immediately extolled the virtues of the Robi-Comb, a battery-powered comb that kills lice on contact by zapping them with a small electrical charge.

I was ready to try anything. I picked one up, momentarily balking at the $45 price tag. The buyer's remorse evaporated as I combed my daughter's hair. I had spotted one live bug with a regular comb; the Robi-Comb had caught and executed 35 more. That night before bedtime, it killed another 25.

Word spread. The next day, another mom called, shocked to hear through the grapevine about the sheer number of nits I was finding. A lice-checker at her daughter's school, she offered tales of kids with chronic lice, infested monthly. How she found five kids in one class with live lice -- girls who'd attended the same party.

That 141-nit day was the worst day. I found fewer and fewer nits as the week dragged on but every time anyone in the family scratched, I did a spot check. After a week, there were no more lice or nits on me or our second daughter, and I was finding fewer than a dozen a day on our first child.

When school started again last week, the girls' hair was tightly braided. They have strict instructions not to put on anyone else's hats or headbands. And everyone is being Robi-Combed when they get home.

Maybe one day I'll be able to talk about Christmas 2007 without finding myself nervously scratching my head.

mbeaudin@thegazette.canwest.com

 
 
Bug Spray Use Linked to Childhood Leukemia
By Katrina Woznicki, MedPage Today Staff Writer January 17, 2006

VILLEJUIF, France, Jan. 17 - Exposure to bug spray during pregnancy and in early childhood has been associated with a doubling of the risk for acute leukemia, French researchers reported. Action Points informed interested patients and parents that researchers have found an association between household insecticide use, including the use of insecticidal shampoos used to treat head lice, and leukemia in children.

However, caution patients that these findings are not conclusive and cannot prove causation. The association included not only insecticides used during household gardening but also the shampoo used to treat lice, investigators reported in the January issue of Occupational and Environmental Medicine.

The associations remained significant after accounting for other factors, such as socioeconomic status. In the case-control study, the researchers analyzed data from 240 acute lymphoblastic leukemia (ALL) patients and 40 patients with acute non-lymphoblastic leukemia (ANLL), reported Florence Menegaux, Ph.D., a researcher at INSERM, France's national institute for medical research, and colleagues.

The cases were compared with 288 matched controls who did not have cancer and were being treated at the same hospital as the cases. Insecticidal shampoo used to treat head lice in children was associated with almost twice the risk of childhood acute leukemia (odds ratio=1.9, 95% confidence interval 1.2-3.3), the investigators found. Overall, there was a nearly doubled risk for acute leukemia when using insecticides while gardening during childhood (OR=1.7, 95% CI 1.1-2.7).

When garden insecticide exposure occurred during both pregnancy and childhood, the odds ratio of risk was 1.2 (95% CI 0.5-3.0). Using bug spray in the home while pregnant and also during childhood were both significantly associated with an increased risk for acute leukemia (OR=1.8, 95% CI 1.2-2.8 and OR=1.7, 95% CI 1.1-2.4, respectively). "At this stage, no specific product can be singled out and a causal relation remains questionable," Dr. Menegaux and her team wrote.

However, she added, findings from earlier research and the consistency of their own findings "suggests that it may be opportune to consider preventive action." Michael Thun, M.D., head of epidemiological research for the American Cancer Society, noted that clinicians do not know the cause or causes of childhood leukemia. This study, he said, raised some interesting questions, but it does not completely connect the dots. "These are not strong associations," he said. "If they are real, they are important, but what is difficult to tell is whether there is a true causal relationship."

All of the children were age 15 and younger and were recruited between 1995 and 1999. Blood samples were available for each participant. Eighty-nine percent of the controls were being treated in the orthopedic or emergency departments. Sixty percent of the controls and 55% of the cases were ages two through six.

The mothers from both groups were interviewed in person. The women were asked about their socioeconomic status, education, family medical history, and their child's pre- and postnatal characteristics. They were also asked questions such as "Did you use, yourself, gardening chemicals, fertilizer, herbicides, insecticides, fungicides, and others?"

Five cases and three controls had either a mother or a father who were occupationally exposed to pesticides during the child's childhood. Only two cases and one control had a mother who was occupationally exposed to pesticides while pregnant. In utero exposure and childhood insecticide exposure were both associated with an increased risk in acute leukemia risk when insecticides were used at home, in the garden or in pediculosis treatment.

When looking at head lice shampoo, the risk went up with increasing bouts of head lice (OR=1.5, 95% CI 0.9-2.5 for a single episode and OR=1.9, 95% CI 1.1-3.3 for two or more episodes). The estimates were similar for both ALL and ANLL, Dr. Menegaux and her team reported. The risk appeared only slightly higher for shampoos that were organochlorine-based compared with pyrethroid-based treatments (OR=2.1, 95% CI 0.5-8.7 and OR=2.0, 95% CI 1.1-3.4, respectively). The risk was lowest for organophosphorus-based shampoos (OR=0.7, 95% CI 0.2-2.4). Dr. Thun said the pediculosis findings were intriguing. "You get a substantial amount of skin contact (with head lice shampoo) and often you have to treat several times because the lice keep coming back, and head lice isn't as rare as many parents would hope it is, so I thought that was an interesting finding," he said.

When examining garden use, the researchers found both garden insecticide and garden fungicide use during childhood were associated with a more than doubled risk for acute childhood leukemia (OR=2.4, 95% CI 1.3-4.3, and OR=2.5, 95% CI 1.0-6.2, respectively). The results add to a growing body of evidence linking environmental chemical exposures and cancer, the authors concluded.

"The findings of the present study reinforce the hypothesis already suggested by the literature that household pesticide exposure may play a role in the etiology of childhood acute leukemia," the investigators wrote. But Dr. Menegaux and her team cautioned that more research is needed before any clear conclusions concerning causality can be drawn. Dr. Thun pointed out that exposure is difficult to measure in studies like these. For example, it is unclear, he said, whether these families sprayed bug spray in their gardens and homes once a day or once a week.

The investigators noted that there is the potential for recall bias in their results. "Pesticide exposure is a growing public concern, which might induce recall bias," they wrote. "However, our study took place in the period 1995-1999, when the subject was far less in the media in France than it is now."

Monique Beaudin, The Gazette Montreal, Canada
Published: Monday, January 14, 2008